Katja Hänel Physio- und LNB Schmerztherapeutin

Ich eröffnete meine Physiotherapie-Praxis am 01.07.1999 in Asperg mit zwei Orthopäden im Rahmen einer Partnerschaftsgesellschaft.

 

Einige Zeit führte ich zwei Praxen – eine in Asperg und eine in Bietigheim-Bissingen. Ich übergab die Physiotherapie-Praxis in Asperg an einen Kollegen.

 

Seit dem 01.01.2001 führe ich die Physiotherapie Praxis, auch im Rahmen einer Partnerschaftsgesellschaft, mit dem Orthopäden Dr. med. Holger Schönrock.

 

Mit gebrochenem Bein Physiotherapeutin?

Mein Berufswunsch war Krankenschwester. Ich wollte Krankenschwester werden.

 

Ich verbrachte als Kind sehr viel Zeit bei meiner Oma. Ich wollte, dass meine Oma sehr alt wird und sie lange am Leben halten. So war damals meine kindliche Vorstellung.

 

Und dann, mein Beinbruch.

 

Als ich 15 oder 16 Jahre alt war, lag ich mit gebrochenem Bein im Krankenhaus. In diesem Alter im Krankenhaus … in einer sterilen Umgebung … kranke Menschen um mich herum …

 

Neben mir lag eine alte Frau. Ich beobachtete die Arbeit der Krankenschwestern. Sie betreuten die alte Frau und wechselten Verbandsmittel ohne entscheidende Aussicht auf ihre Heilung.

 

Ich begann an meinem Berufswunsch zu zweifeln. Ich wollte helfen, heilen und nicht beim Lebensende eines Menschen zusehen.

 

Dann begann die Physiotherapie. Ich musste und wollte wieder laufen lernen. Ich kenne deshalb aus eigenem Erleben, als Patientin, die „Schinderei“ während einer Behandlung in der Physiotherapie.

 

Ich war manchmal nahe dran aufzugeben, die Therapie abzubrechen. Besonders am Anfang, wenn ich das Gefühl hatte, dass gar nichts vorwärts geht.

 

Vielleicht bin ich auch deshalb heute so konsequent in meiner Therapie. Ich weiß, dass meine Patienten ihren inneren Schweinehund überwinden müssen, um zu genesen.

 

Dieser innere Schweinehund zerrt so sehr an den Ketten …

 

Die Physiotherapeuten bauten mich immer wieder auf. Sie halfen mir. Ich lernte endlich wieder laufen.

 

Physiotherapeut ist doch besser, als Krankenschwester“, dachte ich.

 

Ich kann als Physiotherapeutin Patienten helfen – mit positiven Ergebnissen, mit optimistischem Ausgang für die Patienten. Patienten wieder in Bewegung bringen.

 

Ja und genau das wollte ich.

 

Ich begann mit 16 Jahren an der Fachhochschule in Neustrelitz mein Studium der Physiotherapie. Ich schloss in Neustrelitz mein Studium erfolgreich ab.

 

Viele Stationen bedeuten viel lernen und den eigenen Weg finden

Ich arbeitete nach meinem Studium in einigen Physiotherapie-Praxen im Schwarzwald und im Allgäu.

 

Die Arbeit in der Argental-Klinik in Isny-Neutrauchburg gefiel mir besonders gut. Das Gesamt-Konzept der Klinik entsprach meinen Vorstellungen Patienten zu helfen.

 

Ich behandelte Patienten. Ich lernte in Einzel- und Gruppen-Therapien unglaublich vielseitige Behandlungs-Methoden dazu.

 

Kein Wunder, dass ich fünf Jahre in der Argental-Klinik arbeitete.

 

Es folgten Zeiten in ambulanten Reha-Zentren in Stuttgart und Leonberg. Ich erfuhr die andere Seite der „Medaille“.

 

Ich behandelte Patienten mit der Diagnose einer Fibromyalgie. Die Patienten leiden bei dieser Krankheit unter verschiedenen Beschwerden. Sie plagen vorwiegend starke Muskelschmerzen im gesamten Körper. Diese Krankheit ist nicht zu " heilen ".

 

Diese Null-Aussicht auf Erfolg erinnerte mich an die alte Dame im Krankenhaus bei meinem Beinbruch.

 

Die Patienten durchliefen das Reha-Zentrum, wie am Fließband.

 

Auch wenn diese Zeit zu den weniger angenehmen Physiotherapie-Zeiten zählten, so halfen sie mir, meinen eigenen Weg zu finden.

 

ENDLICH - Die eigene Physiotherapie-Praxis

Als angestellte Physiotherapeutin oder als Freiberuflerin zu arbeiten, welch ein Unterschied!

 

Der Start am 01.07.1999, zeitweise zwei Physiotherapie-Praxen zu leiten, Einstellung neuer Mitarbeiter, Finanzamt, Krankenkassen, Abrechnungen ...

 

Alles lief und spielte sich ein. Ich sah dann bald die Fitness-Studios, wie Pilze aus dem Boden schießen. Ich sah auch die mangelnde Qualität und Betreuung der Mitglieder. Natürlich betrachtete ich die „Muskelbuden“ durch die physiotherapeutische Fach-Brille.

 

Das konnte ich besser.

 

Ich eröffnete so mit meinem Geschäftspartner Dr. med. Holger Schönrock im gleichen Hause das Gesundheitszentrum für gesundheitsorientiertes Training „extrafit“.

 

Ich bot und biete bis heute eine fachgerechte Betreuung durch meine physiotherapeutischen Kenntnisse an.

 

Extrafit wurde auch zur sozialen Anlaufstelle für Gespräche. Ich veranstaltete Wanderungen, Bustouren und Grillfeste.

 

Extrafit will Menschen helfen fit, mobil, beweglich, vital, aktiv, gesund und voller Energie möglichst lebenslang zu bleiben.

 

Extrafit grenzt sich damit eindeutig von einem „Muskelbude“ Fitness-Studio ab.

 

Seit Januar 2018 trainieren die Mitglieder an Geräten, die noch besser ihre Gelenke schonen.

 

Das Ünglücksjahr 13

Ich bin mit Leib und Seele gern Physiotherapeutin. Ich verlängere auch mal die Behandlungszeit, wenn es dem Patienten hilft. Die Gesetzliche Krankenkasse honoriert dies nicht.

 

Ich bilde mich in Therapien weiter. Ich blicke über den berühmten Tellerrand. Ich will dem Patienten seine Mobilität, Vitalität, Beweglichkeit, Kraft, Energie, seine Gesundheit verbessern.

 

Ich gebe vielen Patienten Tipps zu einfachen Hausmitteln bei Verletzungen, Verstauchungen und Erkältungen.

 

Ich höre mir oft während den Behandlungen die Sorgen und Probleme der Patienten an. Sie erhalten von mir, wenn sie wollen persönliche Tipps.

 

Physiotherapeuten und Trainer für extrafit, die meine Werte mit leben, fand ich mit den Jahren.

 

Die Arbeit kann nur mit voller Begeisterung gemacht werden, wenn sich alle Mitarbeiter wohl fühlen, wenn „alles passt“.

 

Und dann im Jahr 2013 gingen zwei Mitarbeiterinnen in den Schwangerschaftsurlaub. Endlich hatte ich ein gutes Team zusammen und dann wurden gleich zwei Mitarbeiterinnen schwanger und fielen eine unbestimmte Zeit aus.

 

Ich konnte die Trainingszeiten in extrafit nicht mehr personell besetzen. Die Mitgliederzahlen bei extrafit gingen zurück.

 

Die großen Fragen türmten sich in der Physiotherapie-Praxis, wie ein Riesenberg:

 

  • Wie behandle ich zeitnah ohne Wartezeiten weiter meine Patienten?

  • Wie erhalte ich neue Mitarbeiter, die die Werte der Physiotherapie-Praxis und von extrafit so leben?

  • Wie schaffe ich die Behandlungen mit weniger Personal?

  • Wie wirkt sich alles auf den Umsatz und die Kosten aus?

 

Viele Fragen und anfangs keine Antworten.

 

Ich wollte alles hinschmeißen, aufgeben. Mit meinem Wissen, meinen Qualifikationen und Erfahrungen hätte ich garantiert wieder eine Stelle im Angestelltenverhältnis gefunden.

 

Ich zog mich drei Tage völlig zurück.

 

Doch das Physiotherapeuten-Feuer brannte in mir. Ich half in meiner eigenen Praxis seit der Eröffnung am 01.07.1999 bis dahin tausenden Patienten. Die Patienten vertrauten mir.

 

Ich half in der Zeit davor als angestellte Physiotherapeutin weiteren tausenden Patienten.

 

Physiotherapie und Gesundheitszentrum für die Menschen

So frei, wie in meiner eigenen Physiotherapie-Praxis und dem Gesundheitszentrum extrafit, so frei könnte ich meine gesundheitlichen und ethischen Werte wahrscheinlich im Angestellten-Verhältnis nie verwirklichen.

 

Ich will hier vor Ort ein Gesundheitszentrum aufbauen, in denen Menschen möglichst bis ans Lebensende ihre bewegliche Unabhängigkeit, Mobilität, Vitalität und Freiheit erhalten.

 

Ich bin fest davon überzeugt, dass jeder Mensch mit eigener Kraft seine körperliche Unabhängigkeit, Mobilität und Freiheit bis ins hohe Alter bewahren kann.

 

Wer zielgerichtet seinen Körper, seine Muskeln, Bänder und Sehnen, seine Knochen und Gelenke pflegt … hat Riesen-Chancen nicht von anderen Menschen gepflegt zu werden.

 

Autofahrer bringen ihr Auto regelmäßig zur Inspektion, zum Ölwechsel, in die Waschanlage, prüfen den Reifendruck und und und …Sie pflegen ihr Auto.

 

Autos gibt es mehrere hunderte Millionen.

 

Ihre Gesundheit haben Sie nur einmal! Pflegen Sie sie. Sie können sich für kein Geld der Welt eine neue Gesundheit kaufen.

 

Ihre Katja Hänel

 

Mein Team

Christophe Seifried - Physiotherapeut

 

Christophe Seifried schafft es immer wieder mit seiner Beständigkeit und sachlichen Argumentation, dass Patienten ihren inneren Schweinehund überwinden.

 

Er erklärt in verständlicher Art die Vorgänge im Körper und welchen Nutzen die Patienten und Kunden daraus erhalten. Er motiviert sie so zum erfolgreichen Weitermachen.

 

 

Mitarbeiterinnen EMPFANG PHYSIOTHERAPIE

 

Frau Birgit Büsch und Frau Ute Menke organisieren die Termine für die Behandlungen. Sie sorgen dafür, dass alle Patienten möglichst kurzfristig einen Termin erhalten.

 

Sie verwalten die Patienten-Daten, damit jeder Patient seinen Behandlungserfolg sehen kann.