PNF Therapie

Wie hilft Ihnen die PNF Therapie?

Krankheiten oder Verletzungen können Ihre im Leben erworbenen (automatischen, unbewussten) Bewegungen Ihres Körpers (nach vorn oben unten, zurück, drehen) (teilweise) zerstören.

 

Die PNF Therapie verbessert die bewusste und unbewusste Steuerung Ihrer Körperhaltung und Bewegung.

 

Die PNF Therapie hilft Ihnen bei schweren Erkrankungen oder Verletzungen die Atmung, das Essen und das Schlucken zu erhalten, möglichst wieder zu fördern.

 

Die PNF Therapie kann somit Ihr Weiterleben sicherstellen.

 

Ich darf als Physiotherapeutin aufgrund einer speziellen Weiterbildung die PNF Therapie anwenden.

Ein Blick in Ihre Natur als Mensch

Sie sehen, hören, sprechen, tasten und riechen. Danken Sie Ihren Augen, Ohren, Mund, Haut und Nase.

 

Die Natur gab Ihnen alles bei Ihrer Geburt mit.

 

Sie lernten in Ihrem Leben

 

  • mit Ihrem Seh-Sinn, hell, dunkel zu unterscheiden und sich räumlich zu orientieren - Stellen Sie sich vor, dass Sie nicht wüssten wo sich Ihre Toilette befindet. Babys holen schon Ihr Töpfchen.

  • mit Ihrem Hör-Sinn Töne zu erkennen, Autohupen als Gefahr zu erkennen, die Sprache Ihrer Mitmenschen in Informationen zu übersetzen

  • mit Ihrem Geruchs-Sinn fauliges Essen von schmackhaftem zu unterschieden

  • mit Ihrem Gleichgewichts-Sinn zu krabbeln, stehen, laufen und Ihren Körper zu bewegen, zu halten und wissen welche Lage Ihre Beine, Arme, Füße, usw einnehmen

  • mit Ihrem Tast-Sinn zwischen heiß und kalt zu unterscheiden, um sich vor Hitzschlag und Erfrierung zu schützen

  • mit Ihrem Druck- und Berührungssinn Dinge zu ertasten, mit geschlossenen Augen diese zu erklären und Schmerzen zu beschreiben

 

Wie würden Sie leben, wenn Sie nur einen dieser Sinne einbüßten? Was wäre dann mit Gehen, Rad oder Auto fahren, lesen, unterhalten, arbeiten …?

 

Was, wenn Ihre Beine machen würden was sie wollen? Was wäre, wenn Sie im Supermarkt nicht bezahlen können, weil Ihre Finger streikten?

 

Wie würden Ihre Mitmenschen reagieren, wenn Sie torkeln, obwohl Sie seit Jahren keinen Tropfen Alkohol tranken?

 

Wie würden Sie die Treppe runter gehen, wenn Ihnen ständig ein Knie einknickt?

 

Ihre Sinnesorgane und Sinneszellen nehmen die Reize von außen auf. Nerven leiten durch elektrische Impulse die Reize weiter.

 

Ihr Gehirn und Ihr Rückenmark „übersetzen“ die Impulse. Ihre Muskeln, Bänder, Sehnen, Knochen, Herz, Lunge, Darm, Leber … also alle Organe wissen was sie zu tun haben.

 

Was ist, wenn Sie einen Teil dieser Fähigkeiten durch Krankheit oder einen Unfall verlieren?

 

Ein Tipp an dieser Stelle: Yoga erhält und verbessert Ihre Sinneswahrnehmung und erlernten Bewegungsmuster (z.B. Gleichgewichtssinn).

PNF erklärt - Ein Blick in Ihren Körper

Spezielle Zellen nehmen unsere Reize wahr. Sie informieren Ihren Körper ständig, wie Ihr Kiefergelenk sich beim Essen bewegt Diese Zellen „sagen“ Ihnen, wie stark Sie Ihre Kaumuskeln anspannen müssen um zwischen dem Biss auf Gemüse oder Fleisch zu unterscheiden.

 

Ihre Zähne würden sonst beim Gemüse essen knirschen, weil Sie zu stark zubeißen. Irgendwann bekommen Sie bestimmt Zahnschmerzen.

 

Oder Sie müssten das Fleisch in ganzen Stücken runterwürgen und wahrscheinlich ersticken.

 

Ohne diese Zellen wüssten Sie wahrscheinlich bei geschlossenen Augen nicht, ob Ihr Arm ausgestreckt, gebeugt, über dem Kopf oder sonst wo ist.

 

Wie wollten Sie ohne diese Zellen sich Ihren Hintern nach dem „großen Geschäft“ abwischen?

 

Diese Zellen heißen Propriozeptoren.

 

Die Propriozeptoren senden ihre Information an die „Zentrale“ – Ihrem Gehirn. Ihr Gehirn verarbeitet die Infos, koordiniert sie, und „sagt“ Ihren Muskeln, wie und wann sie sich anspannen sollen.

 

Vielleicht kennen Sie den Knie-Reflex. Der Fuß hängt locker über dem Boden. Ein leichter Schlag unter die Kniescheibe und Ihr Unterschenkel schnellt nach oben.

 

Diese und andere Reflexe (Schlucken, Atmen, Herzschlag) laufen ab, ohne dass Sie Nachdenken.

 

Stellen Sie sich vor, Sie müssten den ganzen Tag daran denken zu Atmen, Ihr Herz schlagen zu lassen, zu verdauen … Wie viel Mühe würde es Ihnen bereiten?

 

Daher kommt das Wort Neuromuskulär.

 

Entzündungen, Krankheiten oder Unfällen können den Informationsfluss vom Gehirn zu Ihren Muskeln unterbrechen. Sie können nach einem Schlaganfall nicht mehr laufen, obwohl alle Muskeln in Ordnung sind.

 

Der Oberschenkelhalsbruch gehört zu den häufigsten Knochenbrüchen älterer Menschen.

 

Die Narkose während der Operation und anschließende Ruhigstellung zur Heilung führen zum Nachlassen der Gehfähigkeit. Zusätzlich bauen Ihre Muskeln stark ab.

 

Patienten erhalten eine Reha, um wieder laufen zu lernen.

 

Das (Wieder) Laufen lernen ist ein Lern-Prozess zwischen Ihrem Gehirn, Ihren Propriozeptoren und Ihren Muskeln.

 

Diese Technik heißt Fazilitation.

 

Propriozeptive Neuromuskuläre Fazilitation – kurz PNF-Therapie.

Wie wirkt die PNF Therapie?

Die Technik der PNF Therapie spricht die Rezeptoren an und stimuliert deren Aktivität. Die Rezeptoren liegen an Gelenken, Sehnen und Muskeln.

 

Sie messen die Länge und Spannung der Muskeln und senden die Informationen zu Ihrem Gehirn.

 

Die Technik der PNF Therapie hilft das Zusammenspiel zwischen Nerven und Muskeln wieder zu aktivieren und zu verbessern. (Neuromuskulär).

 

Die Technik der PNF Therapie soll Ihre eingeschränkten, „verlernten“ oder gestörten Bewegungen wieder erleichtern (Fazilitation).

 

So ein Prozess kann Ihnen schon mal die Geduld rauben. Ich habe es nach bei meinem Beinbruch in meiner Jugend selbst erlebt.

Wie Sie mit der PNF Therapie nach Sportverletzungen wieder Sport treiben

 

Stellen Sie sich einmal vor, dass Sie beim Tennis spielen, beim Joggen, beim Wandern - wo auch immer - sich Ihren Fuß (Sprunggelenk) verstaucht haben.

 

Die Propriozeptoren im Fuß (Spannungs- und Messfühler) sitzen vorwiegend in der Kapsel und den Bändern.

 

Ihr Körper erhält durch die (Nerven)Verletzung mangelnde oder falsche Informationen über die Stellung des Gelenks, Muskellänge und Muskelspannung – bedingt durch Ihre Schonhaltung, weil Sie Schmerzen vermeiden wollen.

 

Ihr Körper „lernt“ durch das Zusammenspiel von Nerven und Muskeln eine falsche Stellung des Fußes. Die Folge: Ihre Verletzungs-Gefahr steigt.

 

Die PNF Therapie hilft Ihnen das Zusammenspiel von Nerven und Muskeln, sowie die Stellung Ihres Fußgelenks wieder „richtig zu lernen“.

 

Weitere Behandlungs-Möglichkeiten aus der Physiotherapie helfen Ihnen Ihre Muskeln, Bänder und Kapseln wieder zu regenerieren.

 

Ihre Muskeln halten alle „lockeren“ Teile und müssen deshalb wieder aufgebaut werden.

 

Deshalb ist die PNF Therapie nur ein Teil eines Therapie-Konzepts.

PNF Therapie bei neurologischen Erkrankungen

Neurologische Erkrankungen bedeutet, dass Ihr Nervensystem geschädigt wurde. Die Informationen vom Nerven-System (Gehirn, Rückenmark) kommen an Ihrem Ziel (Muskel, Bänder, Sehnen, Gelenken) falsch oder nie an.

 

Oder die Signale kommen an und werden falsch verarbeitet.

 

Die PNF Therapie nutzt hier vorhandene Ressourcen Ihres Körpers, um Bewegungsmuster (Gehen, Sprechen, Arme bewegen usw.) wieder zu verbessern.

 

Krankheiten bei denen die PNF Therapie eingesetzt wird:

 

  • Schlaganfall

  • Parkinson

  • Multiple Sklerose

  • Klumpfuß

  • Bandscheibenvorfall

  • Querschnittslähmung

  • Schädel-Hirn-Trauma

  • Gelenkoperationen

  • Sportunfällen

  • Gesicht-, Mund- und Schluckbeschwerden (inklusive Kieferproblematiken)

Ein kleiner Mutmacher für betroffene Patienten und Angehörige

„Vor mehr als zwei Jahrzehnten wurde bei John Pepper Parkinson diagnostiziert. …

 

In den letzten neun Jahren – er geht nun auf die 77 zu – hat er keine Medikamente gegen Parkinson mehr eingenommen. Trotzdem scheint er völlig normal gehen zu können, er schwingt sogar beim Gehen seine Arme. …

 

Er hat das mit einem Trainingsprogramm geschafft, das er selbst entwickelt hat – und mit einer besonderen Art der Konzentration. …“

 

Aus dem Buch „Wie das Gehirn heilt – Neueste Erkenntnisse der Neurowissenschaft“ Autor Norman Doidge (Psychologe und Psychiater), Campus Verlag, Kapitel 2 „Ein Mann rennt seinen Parkinsonsymptomen davon“.